5 Schritte, wie Selbst­stän­dige und kleine Unter­neh­men ein­fach und wirk­sam Kun­den gewin­nen können.

Es star­tet alles mit einer Idee. Eine Idee, die diese Welt bes­ser macht. Du arbei­test selbst­stän­dig oder hast ein Unter­neh­men und ver­kaufst ein Pro­dukt oder eine Dienst­leis­tung, die diese Welt braucht. Es ist alles vor­be­rei­tet, dein Pro­dukt ist gut durch­dacht, es kann los­ge­hen. Oder es ging viel­leicht schon lange los. 

Doch es gibt ein Pro­blem, auf das man häu­fi­ger trifft. Wie komme ich mit dem, was ich anbiete, an die rich­ti­gen Kun­den? Wie kann ich meine Wunsch­kun­den anspre­chen und im bes­ten Fall nur diese? Wie schaffe ich es, genü­gend Anfra­gen zu gene­rie­ren, um mein Busi­ness am Lau­fen zu hal­ten? Du möch­test Kun­den gewin­nen als Selbst­stän­di­ger? Dann ist der Arti­kel für dich.

Keine Sorge, jeder muss da durch und wer wirk­lich ver­stan­den hat, wie Wer­bung funk­tio­niert, der hat es in dem gan­zen Geschäft schon etwas einfacher.

Mar­ke­ting is really just about sharing your passion.

Michael Hyatt

Schritt 1, wie du Kun­den ein­fach und wirk­sam gewin­nen kannst:

Defi­niere deine Zielgruppe! 

Die­ser Bereich wird in den meis­ten Fäl­len unter­schätzt, ist aber wahn­sin­nig wich­tig. Weißt du schon, wer dein Wunsch­kun­den ist? Oder möch­test du grund­sätz­lich mit jedem arbei­ten? Ich emp­fehle dir, her­aus­zu­fin­den, wer deine Ziel­gruppe ist und mit wem du gerne arbei­ten möch­test. Wenn du weißt, wie deine Wunsch­kun­den ticken, ist es ein­fach, diese wirk­sam für dich zu gewinnen. 

Erstelle dir am bes­ten ein Per­sona, das für deine Ziel­gruppe steht. Die­ses Per­sona ist eine fik­tive Per­son, über die du fast alles weißt. Du kannst dir gerne ein gan­zes Mood­board dazu bas­teln. Ich emp­fehle auch eine Pinn­wand, an die du geo­gra­fi­sche Infor­ma­tio­nen, Bil­der, Zitate etc. pin­nen kannst, um dein Per­sona so genau wie mög­lich zu definieren. 

Über­lege dir mit den nächs­ten Fra­gen, wie dein Wunsch­kunde aus­se­hen könnte: 

  • Wie ist das Alter? (Z. B. 32 Jahre)
  • Wie ist der Name? (Z. B. Stefanie)
  • Wo ist das Zuhause? (In den Ber­gen Südbayerns)
  • Was sind die Hobbys?
  • Was sind grund­sätz­li­che Probleme?
  • Wel­che Arbeit geht das Per­sona nach?
  • Wo arbei­tet das Persona?
  • Wie sieht der All­tag aus?
  • Was macht das Per­sona am Wochenende?
  • Was ist das Lieblingsbuch?
  • Wor­über spricht das Per­sona mit Kol­le­gen oder Freunden?


Über­lege dir eine Geschichte zu dem Per­sona und baue dadurch auch eine Bin­dung auf. Über­lege dir vor jeder Ent­schei­dung, wie sich diese auf dein Per­sona aus­wir­ken würde, also auch auf deine Wunsch­kun­den. Du gehst nun bei Ent­schei­dun­gen nicht mehr auf deine Mei­nung ein, son­dern über­legst dir genau, was dein Wunsch­kunde braucht.

Schritt 2, wie du Kun­den ein­fach und wirk­sam gewin­nen kannst:

Erstelle das Branding

Erstelle ein Bran­ding, das zu dei­nem Wunsch­kun­den passt. Dein Logo und äuße­res Erschei­nungs­bild sol­len im bes­ten Fall die Werte dei­nes Unter­neh­mens wider­spie­geln und beson­ders deine Ziel­gruppe ansprechen. 

Es muss also (schon dir gefal­len), aber vor allem auch nach außen die rich­ti­gen Per­so­nen errei­chen. Das soge­nannte Bran­ding ist der kom­plette Kern eines Busi­ness. Hier­bei geht es erst­mal nicht nur um die Gestal­tung, son­dern auch die inne­ren Werte. Diese soll­test du, auch im Zuge der Per­sona-Erstel­lung, für dich defi­niert haben. 

Das Bran­ding sagt aus, für was dein Busi­ness steht. Wel­che Werte wich­tig sind, wel­che Kun­den du hast und auf wel­chem Gebiet du Experte bist. Unter­stützt wird das — ich nenne es „inne­res“ Bran­ding — mit dem Erschei­nungs­bild nach außen. 

Das wich­tigste Ele­ment des äuße­ren Bran­dings ist erst­mal das Logo. Das Logo wird dein Kunde auf den ver­schie­dens­ten Medien zu sehen bekom­men. Auf der Ver­pa­ckung der Pro­dukte, auf Geschäfts­druck­sa­chen, auf der Web­site, über­all wird es auf­tau­chen. Es ist dein Wie­der­erken­nungs­merk­mal und auch ein Zei­chen mit dem sich deine Kun­den iden­ti­fi­zie­ren. zu dei­nem Bran­ding gehö­ren außer­dem Ele­mente, die immer wie­der auf­tau­chen. Nutze ähn­li­che Designs, fest­ge­legte Schrif­ten und Far­ben und achte dar­auf, dass deine Wer­be­maß­nah­men immer die glei­che Aus­sage haben und dein Unter­neh­men repräsentieren.

Fra­gen, die du dir bei dei­nem Bran­ding stel­len solltest:

  • Wie soll mein Auf­tritt wir­ken? Defi­niere wich­tige Adjek­tive, die dein Busi­ness aus­strah­len soll.Z. B. Edel, hoch­wer­tig, qua­li­ta­tiv, güns­tig, ver­trau­ens­voll, nach­hal­tig, freund­lich, kin­der­freund­lich, erwach­sen, ver­spielt, neu­tral, hygie­nisch, hipp, etc.
  • Wen möchte ich anspre­chen? Das Per­sona haben wir ja bereits entwickelt.
  • Was sind meine Werte?
  • Wel­che Mar­ke­ting­maß­nah­men brau­che ich und wie kann das Grund­de­sign aussehen?
  • Was sind die Ele­mente, die für einen Wie­der­erken­nungs­wert sorgen?

Ste­cke gerne etwas Auf­wand und Zeit in deine Wir­kung nach außen. Denn das ist wich­tig, um die rich­ti­gen Men­schen anzu­zie­hen. Frage dich bei der Erstel­lung dei­nes Bran­dings, ob es dein Per­sona, also deine Ziel­gruppe, anspre­chen würde. Mehr zum Thema Bran­ding fin­dest du hier.

Schritt 3, wie du Kun­den ein­fach und wirk­sam gewin­nen kannst:

Nutze Mar­ke­ting­ka­näle

Nutze die rich­ti­gen Mar­ke­ting­ka­näle. Eine pas­sende Stra­te­gie in ver­schie­de­nen Medien kann deine Wunsch­kun­den zu dir brin­gen. Dafür gibt es sämt­li­che Mög­lich­kei­ten und keine all­ge­meine Lösung. Hier musst du über­le­gen, wo deine Kun­den zu fin­den sind. Der erste Schritt ist zu wis­sen, wo du sie erreichst. Hast du einen loka­len Laden, kann es sein, dass auch Print­wer­bung für dich inter­es­sant ist. Bist du ein online-auf­tre­ten­des Unter­neh­men, kannst du dich haupt­säch­lich aufs Online Mar­ke­ting konzentrieren.

Die Grund­lage dei­ner Mar­ke­ting­stra­te­gie bil­det deine Web­site. Hier fin­det der Nut­zer alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zu dei­nem Ange­bot, lernt dich ken­nen, baut Ver­trauen auf. Mit den rich­ti­gen Lan­ding­pa­ges, die SEO opti­miert sind und einer opti­ma­len Lade­zeit der Web­site, kön­nen deine Inhalte gut gefun­den werden. 

Opti­ma­ler­weise wird die Web­site noch durch einen Blog unter­stützt, in dem Kun­den sinn­volle Infor­ma­tio­nen fin­den, die ihnen wei­ter­hel­fen. In wel­chem Thema bist du der Experte und kannst ande­ren mit dei­nem Wis­sen hel­fen? Schreibe dar­über. Nutze auch hier die Mög­lich­kei­ten der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, damit poten­ti­elle Nut­zer über den Blog auf deine Web­site kommen.

Neben Web­site und Blog ist ein gut gepfleg­tes Google MyBusi­ness Pro­fil Pflicht. Schon hier fin­den deine Wunsch­kun­den viele wich­tige Infor­ma­tio­nen zu dei­nem Unter­neh­men. Statte es mit Kon­takt­mög­lich­kei­ten, Bil­dern und Ange­bo­ten aus.Im nächs­ten Schritt emp­fehle ich dir, pas­sende Social Media Kanäle ein­zu­rich­ten.  Über­nimm dich dabei nicht, kon­zen­triere dich zum Bei­spiel als Haupt­me­dium auf Insta­gram und nutze die­ses im vol­len Umfang. 

Über­lege dir eine Con­tent­stra­te­gie, mit der du in einer Regel­mä­ßig­keit pos­ten kannst, inter­agiere mit ande­ren Nut­zern und nutze neue Funk­tio­nen der Platt­form. Wich­tig ist, dass du dran­bleibst. Wir haben nun eine Mar­ke­ting­stra­te­gie auf­ge­stellt, die aus Web­site, Blog, Google MyBusi­ness Pro­fil und Social Media Account besteht. Für den Anfang kann diese Mischung gerne mit Anzei­gen kom­bi­niert wer­den, um mit einem Boos­ter erste Auf­träge zu generieren.


Alle Medien ein­zu­rich­ten und dann regel­mä­ßig zu bespie­len ist zeit­auf­wen­dig. Ich weiß das. Aber es lohnt sich. Online­me­dien sind dein 24/7 Ver­trieb, wenn man sie rich­tig nutzt. Nutze die Mög­lich­kei­ten. Wich­tig: Achte bei allen Medien dar­auf, dass du ähn­lich auf­trittst und in dei­nem Bran­ding bleibst, so wie wir es im 2. Schritt bespro­chen haben.

Schritt 4, wie du Kun­den ein­fach und wirk­sam gewin­nen kannst:

Bleib dran!

Wenn die ers­ten drei Schritte erstellt sind und damit die Grund­lage vor­han­den ist, dann gibt es einen ganz wich­ti­gen Tipp: Bleib dran! Das bezieht sich haupt­säch­lich aufs Social Media und Con­tent Mar­ke­ting. Auch, wenn du gerade sehr viel zu tun hast, einige Auf­träge auf ein Mal zu dir kom­men, es eine Zeit lang gut läuft — lass dein Mar­ke­ting­kon­zept nicht links lie­gen. Nutze es wei­ter­hin, denn es kön­nen wie­der Zei­ten kom­men, in denen es weni­ger gut läuft. Alles, was du dir trotz­dem dau­er­haft auf­baust, kommt dir auch in sol­chen Zei­ten zugute. Also bleib dran, ver­schwinde zum Bei­spiel nie kom­plett aus den sozia­len Medien, lade trotz­dem wei­ter­hin Blog­ein­träge hoch, nutze die Wer­be­mög­lich­kei­ten, die du besitzt.


Wie du am bes­ten dran­blei­ben kannst, ist wenn du Con­tent vor­pro­du­zierst. Je nach­dem wie oft du wel­che Medien bespielst, bie­tet es sich an, einen Con­tent Tag im Monat oder in der Woche ein paar Stun­den zu inves­tie­ren. Ein fes­ter Ter­min im Kalen­der hilft dabei. Wenn du rela­tiv viel Con­tent ver­öf­fent­lichst (ein Blog­ein­trag, 3 Insta­gram Posts, 2 Reels pro Woche und jeden Tag 3 Sto­rys) dann kannst du dir einen hal­ben Tag pro Woche dafür reser­vie­ren und damit für die kom­mende Woche pla­nen. Oder du machst einen Con­tent­tag pro Monat und planst damit alle Bei­träge für einen gesam­ten Monat.


Damit du dich bei der Erstel­lung dei­ner Bei­träge ein­fa­cher tust, emp­fehle ich dir einen Con­tent-Plan. Hier kannst du in einem The­men­spei­cher alle The­men fest­hal­ten und dann im Kalen­der ein­pla­nen. Dafür nutze ich ein Google Spreads­heet. Darin zu fin­den sind alle meine Kanäle und zeit­lich zuge­ord­net meine Con­tentideen. Gra­fik­posts erstelle ich dann in Canva, pas­sende Bil­der nutze ich aus eini­gen Shootings. 

Schritt 5, wie du als Kun­den ein­fach und wirk­sam gewin­nen kannst:

Mit der Ziel­gruppe in Kon­takt bleiben

Wir sind im letz­ten Schritt ange­langt. Natür­lich wirst du fest­ge­stellt haben, dass Mar­ke­ting schon Auf­wand bedeu­tet. Achte aber auf den Return, den du dadurch erzielst. Es lohnt sich näm­lich wirk­lich. Du kannst deine Wunsch­kun­den mit all den Maß­nah­men anspre­chen, Ver­trauen auf­bauen und sie dadurch zu poten­ti­el­len Kun­den konvertieren.


Wenn ich dir jetzt noch einen Tipp mit­ge­ben darf, dann ist das die­ser: bleib mit dei­ner Ziel­gruppe in Kon­takt. Höre her­aus, wel­che Pro­bleme sie haben, was sie sich wün­schen und was du tun kannst, um die Bedürf­nisse zu stil­len. Im Aus­tausch zu blei­ben bedeu­tet, genau zu wis­sen, was deine Ziel­gruppe bewegt. Und dar­auf kannst du dann antworten.

Sei das Unter­neh­men, das seine Kun­den ver­steht. So baust du noch mehr Ver­trauen auf. Nutze dafür zum Bei­spiel die Umfra­gen Sti­cker in Insta­gram. Oder schreibe neue Fol­lower in dei­nen sozia­len Medien an, frage sie direkt nach ihrer Mei­nung. Nutze auch Umfra­gen bei bestehen­den Kun­den. Lerne anhand von den Men­schen, die deine Pro­dukte nut­zen, wie du noch bes­ser wer­den kannst.

Mit die­sen 5 Schrit­ten habe ich dir einen Plan an die Hand gege­ben, mit dem du deine Wunsch­kun­den anspre­chen kannst. Wir haben über das Per­sona gespro­chen, dein Bran­ding, wich­tige Mar­ke­ting­ka­näle, die kon­ti­nu­ier­li­che Bespie­lung der Kanäle und das Ler­nen von dei­nen Wunsch­kun­den. Jetzt liegt es an dir, die Infor­ma­tio­nen zu ver­ar­bei­ten und zu nut­zen. Hebe dein Unter­neh­men auf das nächste Level und ziehe deine Wunsch­kun­den mit dei­ner Ver­triebs­ma­schine 24/7 an. 

Ich wün­sche dir viel Erfolg!


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