Der große Web­site Guide 2022

Knips die Taschen­lampe an und bring Licht ins Dun­kel, mit dem gro­ßen Web­site Guide!

Über Web­sites könnte man echt ein gan­zes, dickes Buch schrei­ben. Könnte, denn gib die­sem Buch maxi­mal 1 Jahr und es ist schon wie­der ver­al­tet. Web­sites sind kom­plex und nur die Spitze des Eis­bergs ist wirk­lich sicht­bar. Dabei gibt es so viel zu beach­ten, das eine Web­site span­nend, nutz­bar und per­for­mend macht. Denn — eine Web­site ist nicht nur das Design, das du siehst. Da ste­cken Tech­nik, Stra­te­gie, Mög­lich­kei­ten, Feh­ler und mehr dahin­ter, die du als Selbstständige:r viel­leicht gar nicht auf dem Schirm hast. Immer­hin hast du genug eigene Dinge mit dei­nem Busi­ness zu tun. Des­we­gen: Let’s dive into die wun­der­volle Welt der Websites.

Was sind Web­sites und brau­che ich auch sowas?

Was ist eine Website und wozu benötige ich eine?

Web­sites sind die hilf­rei­chen und schön gestal­te­ten Sei­ten, die sich öff­nen, wäh­rend ich Google zum hun­derts­ten Mal heute ver­wende. Web­sites sind also digi­tale Inhalte, die ande­ren Men­schen oder auch dir selbst einen Mehr­wert in Form von Unter­hal­tung, Wis­sen, Infor­ma­tio­nen oder Stau­nen bie­ten. Zu einem heu­ti­gen, gut durch­dach­ten Unter­neh­mens­auf­tritt gehört eine Web­site auf jeden Fall dazu. Denn, wie ein­gangs schon fest­ge­stellt, goog­len wir täg­lich wahn­sin­nig viel, bzw. benut­zen Google, um Lösun­gen für unsere Pro­bleme zu fin­den. Und wenn du als Unter­neh­men Lösun­gen anbie­test, ist es schlau, dort gefun­den zu werden.

Das war nur ein klei­ner Exkurs. Du weißt bestimmt, was Web­sites sind und ver­mut­lich kannst du die rhe­to­ri­sche Frage “Brau­che ich auch sowas?” für dich auch direkt beant­wor­ten. Ja und zwar, wenn dich deine Kun­den, Lesen­den und Inter­es­sen­ten online fin­den sol­len. Dann benö­tigst du eine Web­site und zwar eine gute. Du könn­test jetzt also los­ge­hen, dir einen Bau­kas­ten dei­ner Wahl her­aus­su­chen, eine wun­der­schöne Web­site bas­teln und dann Jahre dar­auf hof­fen, dass mal jemand dar­auf klickt, der auch bei dir anfragt, kauft oder sich unter­hal­ten lässt. So ein­fach ist das ganze näm­lich lei­der nicht. Wenn du eine Web­site haben möch­test, die Kun­den zu dir bringt, mit denen du über­aus gerne arbei­ten willst, dann liest du am bes­ten schnell weiter.

Aller Anfang beginnt im Kopf. Oder im Konzept.

Konzept für die Website entwickeln

Noch bevor man sich über­haupt Gedan­ken macht, wo oder wie die Web­site umge­setzt wer­den soll, ist erst­mal wich­tig zu wis­sen, was über­haupt drauf muss. Was muss drauf auf die Web­site, was sind Inhalte, die Kun­den dazu brin­gen, zu kau­fen? Auf was muss ich ach­ten? Da kommt eine ganze Menge Kon­zept­ar­beit auf dich zu. Aber keine Sorge, das ist alles mach­bar. Ich führe dich da durch.

Zu aller erst stellst du dir die wich­tigste Frage. Diese ist so über­aus wich­tig, dass du sie nicht igno­rie­ren darfst. Nie­mals. Unter kei­nen Umständen.

Wer soll die Web­site über­haupt nutzen?

Bei die­sem Thema gibt es ja viele Strei­tig­kei­ten. Sollte man noch ein Per­sona erstel­len? Ist es nicht eher ein Kun­den­seg­ment, das man defi­nie­ren sollte? Ich bin immer noch ein Fan von Per­so­nas. Haupt­sa­che ist, dass du grund­le­gend weißt, wel­che Gruppe oder wel­che Per­so­nen deine Web­site brau­chen, bedie­nen wür­den und dann auch dar­auf kau­fen oder anfragen.

Lege also fest, wer deine Ziel­gruppe über­haupt aus­macht. Denn in den meis­ten Fäl­len bist Du nicht unbe­dingt deine Ziel­gruppe. Und das kann gefähr­lich sein. Denn wer nicht weiß, wen er anspre­chen will, erstellt Mar­ke­ting­maß­nah­men im Rah­men der eige­nen Vor­lie­ben. Keine Frage — die soll­ten mit rein­spie­len, den­noch aber auf die Ziel­gruppe abge­stimmt sein. Hier also deine Auf­for­de­rung: über­lege dir, wer deine Ziel­gruppe ist.

Und dann kom­men wir zu einer wei­te­ren, wahn­sin­nig wich­ti­gen Fragen:

Was sol­len Besu­chende auf der Web­site tun?

So logisch diese Ant­wort sein mag, so viele Web­sites machen hier einen Feh­ler. Wenn das Ziel ist, dass Kun­den meine Dienst­leis­tung anfra­gen, dann ist es frag­lich, ob die Haupt­in­halte “wir sind ein Fami­li­en­un­ter­neh­men seit anno 1359 und schaut mal wie gut wir unsere Arbeit machen” viel­leicht fehl am Platz. Ver­steh mich nicht falsch — sol­che Infor­ma­tio­nen kön­nen durch­aus inter­es­sant sein. Auf einer Web­site soll­test du dem Besu­cher jedoch eher klar­ma­chen, wel­ches Pro­blem er hat und warum gerade du es lösen kannst. Und vor allem, wie du es lösen kannst. Gehe bei den Inhal­ten dei­ner Web­site nicht von dir aus und was dich so toll macht. Gehe auf dei­nen Kun­den ein und schaffe Lösungen.

Wenn wir das Kon­zept nach die­sen Fra­gen ange­hen, sieht das Ergeb­nis mög­li­cher­weise ganz anders aus, wie wenn du ein­fach los­ge­legt hättest.

Du hast jetzt zwei Fra­gen beant­wor­tet, die über­aus wich­tig sind, für den Auf­bau des Kon­zepts. Ab jetzt kannst du alles fest­le­gen. Wenn du noch kein Bran­ding hast, dann frage dich, was deine Ziel­gruppe anspricht und wie du das Design auf der Web­site auf­bauen soll­test. Dann fragst du dich, wel­che Inhalte auf der Web­site plat­ziert wer­den müs­sen. Diese ver­teilst du auf der Start­seite und eini­gen Unterseiten.

Das ganze Kon­zept kann sich im Laufe des Pro­jekts noch erwei­tern. Das ist kein Pro­blem. Wich­tig ist, dass du eine Grund­lage hast, mit der du arbei­ten kannst. Cool! Und wie kommt das Stück Papier oder die Word-Seite jetzt ins Internet?

Wie zur Hölle kommt mein Design ins Internet?

Website System finden

So umfang­reich das Thema Web­site an sich schon ist, so umfang­reich sind auch die Mög­lich­kei­ten, deine Web­site ins Netz zu krie­gen. Meine aller­erste Web­site habe ich noch per Hand mit CSS und HTML geschrie­ben, viel getes­tet und dann irgend­wann ver­öf­fent­licht. Damals hätte ich wochen­lange Arbeit fast ver­wor­fen, weil ich kein Impres­sum mit mei­ner Adresse ver­öf­fent­li­chen wollte. Man kann also eine Web­site mit Code, der unge­fähr wie folgt aus­sieht (nur um eini­ges län­ger und kom­ple­xer), aufbauen:

<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
    <meta charset="UTF-8">
    <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
     
    <style>
        .color-blue {
	background-color: blue
}
    </style>
</head>
<body>
<main>
  <header>
		Header der Seite
  </header>
 
  <nav class="color-blue">
		Navigation
  </nav>
 
  <section>
    <header>Header der Sektion</header> 
    <article>Inhalt der Sektion</article> 
    <footer>Footer der Sektion</footer> 
  </section>
 
  <aside>
    Seitenleiste
  </aside>
 
  <footer>
    Footer der Seite
  </footer>
</main>   
</body>
</html>

Das war ein klei­ner Exkurs. Wenn du Freude daran hast, dann über­lege dir das gerne. Für alle ande­ren, gibts Mög­lich­kei­ten, die weit weni­ger auf­wen­dig sind.

Ein Bau­kas­ten

Es gibt einige Bau­käs­ten, mit denen du deine Web­site auf­bauen kannst. Diese sind mitt­ler­weile auch ziem­lich gut und haben einige Funk­tio­nen. Du suchst dir ein schi­ckes, bereits bestehen­des Design raus und passt es an deine Marke an. Mitt­ler­weile haben diese auch viele Mög­lich­kei­ten, was die Ein­stel­lun­gen betrifft. Wenn du viel Zeit hast und gerne so viel wie mög­lich selbst machen möch­test, dann ist ein Bau­kas­ten eine gute Wahl.

Ein CMS System

Wor­d­Press, Joomla, Typo3 und noch einige mehr gehö­ren zu den soge­nann­ten Con­tent Manage­ment Sys­te­men. Da ich ein abso­lu­ter Wor­d­Press-Fan bin, erkläre ich dir diese anhand von die­sem CMS. Wor­d­Press star­tete als Blog-Tool, wird jetzt jedoch zum gro­ßen Teil für Web­sites ver­wen­det. Die Anfor­de­rung, Bil­der, Videos, Texte, Blog­ein­träge und Sei­ten sinn­voll mana­gen, ver­wal­ten und kom­mu­ni­zie­ren zu kön­nen, weckt den Bedarf eines CMS. Das Schöne an Wor­d­Press ist, dass es wahn­sin­nig gut per­so­na­li­siert, indi­vi­dua­li­siert, erwei­tert und bear­bei­tet wer­den kann. Es gibt eine Viel­zahl an The­mes und Plugins, die gren­zen­lose Mög­lich­kei­ten ver­spre­chen. Du merkst, hier sind wirk­lich keine Gren­zen gesetzt. Ähn­lich ver­hält es sich mit ande­ren CMS Sys­te­men. Der Nach­teil ist hier, dass du dich ent­we­der sehr gut infor­mie­ren und ein­ar­bei­ten musst, oder auf einen Web­de­si­gner zurück­grei­fen solltest.

What You See Is What You Get — Editor

Abge­kürzt: WYSI­WYG-Edi­tor. Wer sich das aus­ge­dacht hat. Ein sol­cher Edi­tor ist quasi das Gegen­teil, von selbst-geschrie­be­nen Web­sites. In eini­gen Tools wie “Google Web­de­si­gner”, kannst du das Design für deine Web­site erstel­len und spä­ter als CSS/HTML Code expor­tie­ren. Wie sau­ber der Code dann ist, sei dahingestellt.

Über­lege dir vor­her gut, ob du lang­fris­tig mit dem gewähl­ten Sys­tem glück­lich wer­den kannst. Bei einem Bau­kas­ten hat ein spä­te­rer Experte, der even­tu­ell noch was rich­ten soll, weni­ger Spaß, die begrenz­ten Mög­lich­kei­ten zu dei­nem Vor­teil aus­zu­rei­zen. Ein CMS Sys­tem hat mehr Mög­lich­kei­ten, jedoch kann es sein, dass du für neue Sei­ten oder Anpas­sun­gen auf deine:n Webdesigner:in ange­wie­sen bist.

Man sieht den Wald vor lau­ter Hos­ter nicht mehr.

So viele Hostingmöglichkeiten

Wenn du dich für eine Art ent­schie­den hast, wie deine Web­site publi­ziert wer­den soll und du kei­nen Bau­kas­ten inkl. Domain gewählt hast, brauchst du jetzt noch eine Domain. Und Webs­pace. Im bes­ten Fall ist auch eine E‑Mail Adresse dabei. Aber erst­mal zurück zum Anfang.

Damit deine Web­site auf­ge­ru­fen wer­den kann, muss sie auf einem Ser­ver, der für die Öffent­lich­keit zugäng­lich ist, abge­legt sein. Des­we­gen mie­tet man aus­rei­chend Platz auf einem Ser­ver. Gleich­zei­tig braucht es eine ein­zig­ar­tige URL, mit der die Web­site auf dem Ser­ver auf­ge­ru­fen wer­den kann.

Das sind die ers­ten bei­den not­wen­di­gen Dinge, die du bei einem Hos­ter mie­test. Damit deine Web­site und damit auch Benut­zer­da­ten in Form von Coo­kies sicher über­tra­gen wer­den, musst du dich auch um ein SSL Zer­ti­fi­kat küm­mern. Das ist bei den meis­ten Hos­tern inklu­sive. Nice to have ist natür­lich auch eine E‑Mail Adresse. Ver­wende als Unter­neh­men bitte nie­mals eine @web.de, @t‑online.de, oder @gmx.de Adresse. Nicht nur, weil diese wenig pro­fes­sio­nell sind, son­dern auch unsi­che­rer sind.

Wo kriegst du das alles jetzt aber her?

Dafür gibt es, wie bereits ange­spro­chen, soge­nannte Hos­ter. Diese bie­ten ver­schie­dene Pakete an und geben dir genau das, was du brauchst. In Deutsch­land sind Ionos, Strato, Mitt­wald, GoDaddy, Raid­bo­xes und viele mehr sehr bekannt. Hos­ting ist nicht gleich Hos­ting. Je nach Anfor­de­rung sind die einen Pakete mehr, die ande­ren weni­ger geeig­net. Wenn deine Web­site sehr groß wird und viele Bil­der / Videos beinhal­tet, soll­test du einen Hos­ter haben, der leis­tungs­stark die Anfra­gen auf dem Ser­ver bear­bei­ten kann. Je bes­ser der Ser­ver­platz aus­ge­stat­tet, desto weni­ger Sor­gen musst du dir über lang­same Web­sites machen.

Jetzt kann es aber end­lich los gehen oder? — Seitenaufbau

Seitenaufbau einer Website

Du hast jetzt eine URL, eine Idee, was du zu sagen hast, ein Tool um deine Web­site auf­zu­bauen, dann kanns end­lich los gehen! Zeit, deine Gedan­ken und Ideen end­lich zu ver­ar­bei­ten. Fange am bes­ten mit der Start­seite an. Wenn du noch kein Design fest­ge­legt hast, kannst du dich hier “aus­to­ben” und das Design dann auf die ande­ren Sei­ten anwen­den.

Tipps für die Startseite:

Die meis­ten Men­schen, die auf deine Web­site kom­men, lan­den ver­mut­lich auf der Start­seite. Das Erste, was sie von der Seite sehen, ist dein Hea­der. Und jetzt stell dir vor, jemand fin­det end­lich die Seite, die ihm wei­ter­hilft und wird begrüßt mit “Herz­lich Will­kom­men”. Ein freund­li­ches “Herz­lich Will­kom­men” ist nett gedacht, hilft aber kei­nem. In den Hea­der kommt kurz und knapp eine Mes­sage, die den Nut­zen­den dazu bringt, wei­ter­zu­le­sen. Zum Bei­spiel: Keine Lust mehr auf tote Web­sites — Lass deine Web­site auferstehen.

Den wei­te­ren Ver­lauf der Start­seite nutzt du gleich­zei­tig, um Inter­esse zu wecken und durch Tea­ser auf wei­tere Inhalte zu lei­ten. Führe den Nut­zen­den durch die Seite. Gib ihm das, was der braucht und achte dar­auf, dass er am Ende dort lan­det, wo er hin soll. In dein Kon­takt­for­mu­lar, in dei­nen Shop oder auf dei­ner Telefonnummer.

Tea­ser sind kleine Blö­cke, die neu­gie­rig auf mehr machen. Wenn du deine letz­ten Blog­bei­träge auf der Start­seite ver­linkst, küm­mere dich um ein ech­tes Häpp­chen. Lass dem Inter­es­sen­ten keine andere Wahl, als auf wei­ter­le­sen zu drücken.

Wei­tere Seiten

Bei den wei­te­ren Sei­ten kommt es etwas dar­auf an, was dein Ange­bot ist. Wenn du zum Bei­spiel Dienst­leis­tun­gen anbie­test, könnte deine Navi­ga­tion so auf­ge­baut sein: Start­seite — Leis­tun­gen — Port­fo­lio — Über Mich — Kon­takt. (zzgl. recht­li­che Sei­ten). Für deine ver­schie­de­nen Leis­tun­gen könn­test du auch eigene Lan­ding­pa­ges anle­gen, die du spä­ter mit Ads, Social Media Bei­trä­gen oder in dei­ner E‑Mail Signa­tur ver­linkst. Auf die­sen Sei­ten lenkt nichts vom Thema ab. Auf die­sen Sei­ten gibt es nur eine Hand­lungs­auf­for­de­rung. Ent­we­der direkt kau­fen, zum News­let­ter anmel­den, etwas herunterladen… .

Hast du deine Web­site auf­ge­baut? Steht die Struk­tur? Super. Bestimmt hast du dir auch schon Text über­legt. Aber liest man den über­haupt noch?

Schreibst du noch oder erzählst du schon?

Copytext schreiben für die Website

Es gibt tat­säch­lich Texte, die kei­ner ließt. Das sind zum Bei­spiel reine SEO Texte unter Shop-Lis­tings. Diese sind wirk­lich nur dazu da, dass Google die jewei­lige Seite als sehr rele­vant ein­stuft. Von Inter­es­sen­ten wer­den die Texte auf dei­ner Web­site auf jeden Fall gele­sen. Vor­aus­ge­setzt du schreibst gut, infor­ma­tiv, unter­halt­sam und ziel­grup­pen­ge­recht. Jemand kommt ja genau des­we­gen auf deine Web­site. In kur­zen und guten Tex­ten hast du nun die Chance jeman­den von dei­nem Ange­bot zu über­zeu­gen. Beim Copy­wri­ting gibt es viele Tipps und Tricks, die du ein­set­zen kannst. Das wich­tigste ist, eine gesunde Mischung zwi­schen not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen, kur­zen Tex­ten und Unter­hal­tung her­zu­stel­len. Unter­hal­tung — der Ziel­gruppe ange­mes­sen. Schreibe so viel wie nötig, aber so wenig wie mög­lich. Deine Nut­zen­den sol­len ja nicht ein­schla­fen oder Stun­den mit Lesen beschäf­tigt sein.

Klei­ner Tipp, wie das Schrei­ben ein­fa­cher wird: erst­mal alles run­ter­schrei­ben und noch nicht daran fei­len. Alle Inhalte, die wich­tig sind, kom­men ein­mal in Word, Notion, aufs Papier oder sonst wohin. Nicht in Stich­punk­ten (außer inner­halb von Stich­punkt­lis­ten), son­dern als ganze Sätze. Wenn alles notiert ist, gehst du noch­mal drü­ber und streichst, kor­ri­gierst und ver­bes­serst. Per­fek­tio­nie­ren kann man immer noch nach­träg­lich. Das ist wie ein Acryl­por­trät, das ich vor kur­zem malte. Ich fing ganz grob an und mit sehr knal­li­gen Far­ben. Damit habe ich Schat­ten und For­men fest­ge­hal­ten. Diese Schicht habe ich spä­ter mit Fein­hei­ten bear­bei­tet, sodass es jetzt rich­tig gut aus­sieht. Wende das auf deine Texte an.

Wenn du jetzt ein Mal alles ver­fasst hast, dann ist es auch wie­der gut oder? End­lich hast du die­ses Tex­ten hin­ter dir. Sooo ner­vig. Warte was? Ich soll noch mehr schrei­ben??? Aber

Kei­ner liest Blogs!

Keiner ließt Blogs auf deiner Website

Mitt­ler­weile haben wir doch alle so eine kurze Auf­merk­sam­keits­spanne, dass kei­ner ellen­lange Blog­bei­träge lesen möchte. Oder? Ja du hast recht. Viele Ein­träge wer­den wohl auch eher über­flo­gen. Ich weiß auch nicht, wie genau du die­sen Bei­trag hier durch­liest. Obwohl ich ihn mit sehr viel Liebe für dich geschrie­ben habe! Aber ich weiß ja, wie das ist. Was meinst du, wie viele Bei­träge ich täg­lich lese? Ich google wahn­sin­nig viel und das machen die meis­ten Men­schen. Hier fehlt eine Infor­ma­tion, da braucht es eine Anlei­tung. Ich freue mich immer wie ein vega­nes Schnit­zel, wenn ich einen hilf­rei­chen Bei­trag finde, der mir mein Anlie­gen genau erklärt. Also um auf die Aus­sage zurück­zu­kom­men, nicht nur für die­sen Fall sind Blogs wahn­sin­nig sinnvoll.

Ich höre immer wie­der: “Aber was soll ich denn auf einem Blog schrei­ben?”, Das liest doch kei­ner.”, “Ich hab da keine Lust drauf.”, “Das stel­len wir mal hin­ten an.”.

Und jedes Mal muss ich sagen: “Ja, ver­stehe ich, aber weißt du, was du dir ent­ge­hen lässt?”.

Ein Blog birgt näm­lich auch wahn­sin­nig viel Poten­zial für Google. Erst­mal ist Google sehr daran inter­es­siert, die Fra­gen der Suchen­den hilf­reich zu beant­wor­ten. Und wenn du den pas­sen­den Bei­trag dafür lie­ferst, belohnt dich Google mit Sicht­bar­keit. Außer­dem — je mehr Blog­bei­träge, oder all­ge­mein Sei­ten du auf dei­ner Web­site hast, desto mehr poten­ti­ell wich­tige Key­words ver­wen­dest du ver­mut­lich auch. Neben die­sen bei­den Argu­men­ten fehlt noch ein ganz wich­ti­ger Punkt: Du zeigst im Blog dein Wis­sen. Dein Port­fo­lio unter­streicht, was du kannst. Indem du dein Wis­sen in einem Blog jedoch auch demons­trierst, kannst du Ver­trauen schaf­fen. Jemand ist noch unsi­cher, ob er mit dir arbei­ten soll und liest dann viele hoch­wer­tige Blog­bei­träge? Mein Ver­trauen würde wach­sen. Wenn der­je­nige so viel Ahnung hat, ist mein Geld mit Sicher­heit gut ange­legt und ich werde nicht enttäuscht.

Benö­tigst du noch mehr Gründe für einen Blog? Oder hab ich dich end­lich überzeugt?

Hach, auf dem PC sieht die Web­site doch jetzt schon super aus. Viel wert­vol­ler Inhalt — lass uns die­sen in die Welt hin­aus­po­sau­nen. Aber Moment Mal!

Hilfe! Auf dem Tablet siehts ganz schlimm aus!

Responsives Webdesign

In Zei­ten von Mac­Book, PC, Smart­phone, Tablet, IPad und mehr kön­nen Web­sites auf unter­schied­li­chen Gerä­ten ziem­lich gru­se­lig aus­se­hen. Das war frü­her ein­fa­cher. Starre Pixel­vor­ga­ben, die auf jedem 3:4 Bild­schirm gleich aus­se­hen — wie wun­der­voll war das. Ich habe meine Aus­bil­dung zur Medi­en­ge­stal­te­rin gemacht, als der Umbruch gerade von­stat­ten­ging. Als Unter­neh­men klar wurde, dass immer mehr Men­schen auch auf ande­ren Gerä­ten Web­sites bedie­nen wol­len. Und dass es wich­tig ist, dass Web­sites auch auf unter­schied­li­chen Medien gut funktionieren.

Keine Sorge, wenn gerade noch etwas ver­rutscht oder gequetscht aus­sieht. In einem CMS oder auch Bau­kas­ten hast du meis­tens die Mög­lich­keit, deine Inhalte auf unter­schied­li­che “Bre­ak­points” anzu­pas­sen. Manch­mal ist hier etwas CSS nötig, das du sau­ber in einer extra Datei anle­gen soll­test. Oder frag die Web­de­si­gne­rin dei­nes Ver­trau­ens um Hilfe. In den meis­ten Fäl­len gehen diese Anpas­sun­gen fix. Wich­tig für dich ist jedoch: Teste deine Web­site auf eini­gen Gerä­ten, bevor du online gehst. Kli­cke auch mal auf alle But­tons, teste alle Links. Es ist ver­geu­de­tes Poten­zial, wenn eine Web­site für bestimmte Geräte nicht funk­tio­niert. Nut­zer­freund­lich­keit ist näm­lich das A und O. Und wenn du jetzt noch auf­fällt, dass die Web­site am Handy etwas lang­sa­mer läuft, sagst du einfach:

Mops­ge­schwin­dig­keit! Oder wie heißt das schlei­mige Ding mit dem Haus?

Schnelligkeit bei Websites

Zum Thema kurze Auf­merk­sam­keits­spanne: Wenn eine Web­site nicht gleich da ist, sind wir schnel­ler wie­der weg, als du “Ach das biss­chen Zeit” sagen kannst. Web­sites müs­sen schnell sein. Nicht nur für den Nut­zen­den. Auch Google straft dich ab, wenn deine Web­site zu lang­sam lädt. Wir haben keine Zeit mehr, zu war­ten. Auch, wenn wir das wie­der eta­blie­ren soll­ten. Das ist jedoch ein ande­res Thema.

Der erste und sinn­vollste Step im Bezug auf die Geschwin­dig­keit ist, die Bil­der zu über­prü­fen. Je grö­ßer die Dateien sind, die gela­den wer­den müs­sen, desto län­ger ist die Web­site mit Auf­bauen beschäf­tigt. Wir nei­gen dazu, Bil­der unkom­pri­miert und in Ori­gi­nal­größe hoch­zu­la­den, obwohl sie nur einen Bruch­teil der Flä­che auf der Web­site ein­neh­men. Bevor du also Bil­der auf deine Web­site hoch­lädst, schau dir an, wie groß der Platz ist, den das Bild ein­neh­men soll. Expor­tiere deine Bil­der in die­sen Maßen, oder etwas grö­ßer. Tools wie TinyPNG hel­fen dir dann, die Datei­größe ohne Ver­luste zu komprimieren.

CMS Sys­teme nei­gen dazu, viel Code anzu­sam­meln, der auch gela­den wer­den muss. Für Wor­d­Press und andere Sys­teme gibt es ver­schie­dene Plugins und Ein­stel­lun­gen, die üppi­gen Code ver­klei­nern kön­nen, ohne das Aus­se­hen der Web­site zu ver­än­dern. Bei Bau­käs­ten sind hier die Mög­lich­kei­ten eher begrenzt. Hier lohnt es sich, auf Ani­ma­tio­nen zu verzichten.

Die Web­site-Schnel­lig­keit lässt sich bei ver­schie­de­nen Tools tes­ten. Ich nutze gerne:

Hast du die Web­site mitt­ler­weile eigent­lich schon ver­öf­fent­licht? Hast du denn keine Angst vor Hackern??

Meine kleine Web­site wird sicher kein Opfer von Hackern

Gib Hackern keine Chance

Auf allen mei­nen Wor­d­Press-Web­sites nutze ich ein Plugin, das die Sicher­heit erhöht und mir wöchent­li­che Sta­tus­be­richte sen­det. In man­chen Wochen ver­zeich­net der Bericht über 300 Angriffe auf meine eigene Web­site. Was würde jemand auf mei­ner Seite wol­len, dachte ich mir lange Zeit? Das ist völ­lig egal. Wich­tig ist, dass du deine Seite aus­gie­big sicherst.

Das aller­wich­tigste zuerst, und ich kann es gar nicht oft genug sagen.

Nutze ein siche­res Pass­wort. Und das sicherste Pass­wort ist keine Hürde, wenn du es im Brow­ser spei­cherst. Ein siche­res Pass­wort ent­hält keine sinn­vol­len Wör­ter und besteht aus Groß-/Klein­buch­sta­ben, Zif­fern und Zei­chen. Nutze von mir aus ein gut durch­dach­tes Pass­wort-Sys­tem, damit du dir das Pass­wort eini­ger­ma­ßen mer­ken kannst. Aber mach es so sicher, wie du kannst.

Die Sicher­heit soll­test du auf kei­nen Fall unter­schät­zen. Es gibt einige Steps, die du aus­füh­ren kannst. Infor­miere dich hier aus­führ­lich. Gleich­zei­tig ist es wich­tig, Back­ups von dei­ner Web­site zu haben. Denn ist sie ein­mal zer­stört, kannst du sonst von vorne beginnen.

Das war ein ziem­lich erns­tes Kapi­tel in die­sem Bei­trag. Unter­schätze es bitte nicht.

Bevor wir uns wie­der schö­ne­ren The­men zuwen­den kön­nen, wirst du viel­leicht kurz vor dem Going-Live sagen:

Ups, Rechts­texte vergessen…

Rechtstexte auf der Website

Rechts­texte und recht­li­che Ein­stel­lun­gen sind wahn­sin­nig wich­tig. Ner­ven jedoch auch zutiefst. Wir kom­men aber wohl nicht darum herum. Also los. Was du auf dei­ner Web­site mit Sicher­heit brauchst, ist ein Impres­sum, eine Daten­schutz­er­klä­rung und einen Coo­kie Banner.

Mit dem Impres­sum musst du deine Adresse ver­öf­fent­li­chen, damit man dich aus­fin­dig machen könnte, falls mit dei­ner Web­site etwas sein sollte. Du merkst, ich werde leicht zynisch. Kur­zer Exkurs: Ich soll alle Daten aller Men­schen schüt­zen und dann meine Adresse ein­fach so ver­öf­fent­li­chen. Ich hoffe dar­auf, dass es hier­für irgend­wann andere Lösun­gen gibt. Bis dahin nut­zen wir das Impres­sum eben so, wie es sein muss. Je nach Gewerbe kann es sein, dass du hier noch andere Infor­ma­tio­nen hin­zu­fü­gen musst.

Die Daten­schutz­er­klä­rung unter­rich­tet den Nut­zen­den, was mit sei­nen Daten pas­siert, wel­che Tech­ni­ken du ver­wen­dest und wie lange Daten gespei­chert wer­den. Hier, genauso wie im Impres­sum, soll­test du dir wenig Feh­ler erlau­ben. Je nach­dem, was in dei­nen Tex­ten steht oder nicht steht, kön­nen Abmah­nun­gen dro­hen. Am sichers­ten ist es, Rechts­texte durch einen Rechts­an­walt erstel­len zu las­sen. Jedoch las­sen sich beide Texte auch mit Gene­ra­to­ren erstel­len. Diese sind teil­weise kos­ten­los, teil­weise kos­ten sie etwas.

Der Coo­kie Ban­ner gehört seit län­ge­rer Zeit zum fes­ten Inven­tar einer Web­site. Hier wird sicher­ge­stellt, das Coo­kies erst genutzt wer­den, wenn der Nut­zende aus­drück­lich seine Zustim­mung gege­ben hat.

Ich ver­spre­che dir, jetzt sind wir mit die­sen The­men durch und:

Nach 3 Jah­ren geht die Web­site jetzt end­lich online

Launch deiner neuen Website

Ja es stimmt. Eine gute Web­site zu bauen, ist schon auf­wen­dig. Da steckt viel dahin­ter, was man beach­ten muss. Wenn dann gleich­zei­tig das eigene Busi­ness noch Auf­merk­sam­keit braucht, kann sich die Web­site schon ein­mal etwas hin­zie­hen. Drei Jahre ist wohl etwas über­trie­ben, jedoch habe ich selbst Web­sites für Kun­den erstellt, die nach einem Jahr erst fer­tig wer­den. Wenn das Leben oder das Busi­ness dazwi­schen kom­men, dau­ert es schon mal etwas.

Deine Web­site tut ihre Arbeit nicht, solange sie nicht online ist. Sie ist die inves­tierte Zeit und das Geld auf jeden Fall wert, solange sie auf­find­bar ist. Was ich dir damit sagen möchte: ver­küns­tel dich nicht. Gehe mit dem online, das du schon hast und ergänze spä­ter, was noch ergänzt wer­den muss. Aber wie soll das gehen?

Jetzt ist alles in Stein gemei­ßelt, oder?

Websites können immer angepasst werden

Wie schön, dass es im Gegen­satz zu Print­maß­nah­men nicht so ist. Eine Web­site kann und soll immer ange­passt wer­den. Ein Text passt nicht mehr? Pass ihn bitte an. Du kannst mit Inhal­ten erwei­tern? Mach das bitte. Deine Web­site ist eine Never-Ending-Story. Und das meine ich nicht nega­tiv. Es ist schön, immer wie­der an der eige­nen Web­site arbei­ten zu kön­nen, sie zu erwei­tern und zu verbessern.

Was du jeden­falls regel­mä­ßig machen soll­test, sofern mög­lich, sind Updates und Tes­tings. Erst Updaten, dann Tes­ten. Vor­her bitte ein Backup lau­fen lassen.

Wenn du nicht die Auf­rufe bekommst, die du dir wünschst, passe etwas am Inhalt und den SEO Tex­ten an. Pro­biere aus, aber lass deine Web­site nie­mals ein­fach nur lie­gen. Dafür war der Auf­wand zu groß.

Jetzt fragst du dich viel­leicht noch:

Und wie mach ich die Web­site jetzt sichtbar?

Website sichtbar machen

Die Liste ist lang. Du hast so viele Mög­lich­kei­ten, deine Web­site zu ver­tei­len. Interne Mög­lich­kei­ten direkt auf der Web­site (SEO) genauso, wie Ads, Social Media und Flyer/Visitenkarten. Ganz nach dem Motto “Mach was Coo­les und sprich dar­über” soll­test du kom­mu­ni­zie­ren, dass du eine Web­site hast und diese online ist. Ver­linke sie in dei­ner E‑Mail Signa­tur, schreib sie auf deine Visi­ten­kar­ten, packe sie in die Insta­gram Bio. Ver­linke Bei­träge von dei­ner Web­site auf Lin­kedin. Die Mög­lich­kei­ten sind unend­lich. Nutze sie.

Für jedes Unter­neh­men sind unter­schied­li­che Mar­ke­ting­maß­nah­men von Vor­teil. Den Dreh- und Angel­punkt hast du jetzt schon mal erstellt. Jetzt kannst du dich um mehr küm­mern. Viel Spaß!

It’s your turn

Im gro­ßen Web­site Guide habe ich dir die Schritte, die es für eine erfolg­rei­che Web­site benö­tigt, auf­ge­zeigt. Im Laufe der Zeit werde ich die­sen Arti­kel mit wei­te­ren Infor­ma­tio­nen fül­len. Es lohnt sich also, dabei zu blei­ben, wenn du deine eigene, erfolg­rei­che Web­site laun­chen willst. 

Kunden gewinnen als Selbstständiger

Ich liebe Web­sites, Design und Technik

und mit die­sem Blog ist mein Anlie­gen, meine Begeis­te­rung dafür mit dir zu tei­len. Nimm wert­vol­les Wis­sen für dich und dein Busi­ness mit und starte damit durch. Noch mehr Liebe? Dann melde dich zu mei­nem News­let­ter an.


©Junghans Mediengestaltung 2022